Zoo in Barcelona: Neonazi springt in Löwengehege

Ich stolperte die Tage über diese Überschrift und dachte, dass es heutzutage wirklich schwierig sei, tatsächliche Meldungen von Satire zu unterscheiden.

„Sie wollten nur mit ihm spielen“, sagte ein Behördensprecher.

Gleich darauf dachte ich ein bisschen über „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ nach, oder wie sich rechte Vollidioten heutzutage bezeichnen. Ihre Märsche dummbrotiger populistischer Hetze lehnen sie an die Montagsdemonstrationen an und bezeichnen sie als „Spaziergänge“. Sie sind natürlich nicht generell gegen Ausländer, oder die Aufnahme von Flüchtlingen, nur eben gegen die falschen. Also Kriminelle, Wirtschaftsflüchtlinge und Islamisten. Lieblingsargument: das alles kann gar nicht ausländerfeindlich sein, da selbst Ausländer sich in die „Spaziergänge“ mit einreihen (die aber hoffentlich deutsch reden und die deutsche Kultur respektieren, Bratwürste essen, etc).
Der Redner der Rasselbande patriotischer Flitzpiepen ist natürlich eine Ausgeburt an vorbildlichem Verhalten und loyaler Hingabe ans Vaterland. Ha-ha.
Er ist mehrfach vorbestraft (u.a. Einbruch und Diebstahl), 1998 ist er nach Südafrika vor einer Haftstrafe geflohen, bis er abgeschoben wurde. 2008 wurde er mit 40 Gramm Kokain erwischt. Jetzt ist er auf Bewährung.
Wie können denn 10 000 Menschen an einem Montag nichts besseres zu tun haben, als sich von so einem Menschen zuschwallen zu lassen und gegen die „Islamisierung“ zu demonstrieren. Was denn für eine Islamisierung? Manchmal sehe ich Frauen mit Kopftuch in der Stadt. Die haben meistens kleine Kinder dabei. Wirken äußerst gefährlich. Sollte man im Auge behalten.

Übrigens haben sogenannte Wirtschaftsflüchlinge gar kein Recht auf Asyl in Deutschland. Ich meine, warum sollten diese Menschen auch nach Deutschland kommen und uns die Bratwürste wegessen dürfen, wenn sie in ihrem eigenen Land zu Hunger, Dürre, Arbeitslosigkeit und Armut erwarten? Somit sollten die „Patrioten“ eigentlich einsehen, dass sie lieber nach Hause gehen sollten, anstatt ihre wertvollen Montage damit zu verschwenden, für etwas zu demonstrieren, was längst Alltag ist. Und die Story mit den kriminellen Asylbewerbern- ach komm, das hat doch schon so einen Bart!

Aber was soll ich hier alles wiederholen, was man anderswo an Informationen über solche Armutszeugnisse und Ergebnisse menschlicher Langeweile einholen kann. Was ich mir im Zusammenhang mit dem Löwenkämpfer gedachte hatte, war lediglich, ob sich die „Patriotischen Flitzpiepen“ nicht einfach mal ein Beispiel an ihm nehmen können?